Die Geheimwaffe „Sauerstoff-Ozon-Therapie“ bei Brustkrebs

Die Geheimwaffe „Sauerstoff-Ozon-Therapie“ bei Brustkrebs

Juli 27, 2020 1 Von Tina Achtermeier

Die Sauerstoff-Ozon-Therapie, wie ich sie gemacht habe, ist eine Form der Eigenblutbehandlung. Bei dieser Behandlung wird Blut entnommen – welches dann mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert wird. Schließlich wird es dann aufbereitet wieder in die Vene zurückgeführt. Die Methode kann bei verschiedenen Erkrankungen zum Einsatz kommen – da sie sehr positiv auf das Immunsystem wirkt. Viele Therapeuten berichten über gute Ergebnisse mit einer ergänzenden Sauerstoff-Ozon-Therapie gerade bei Brustkrebs.

Bei meiner Heilung war die Sauerstoff-Ozon-Therapie tatsächlich ein entscheidender Faktor. Mein Arzt hat mir das damals vereinfacht so erklärt, dass der Tumor zum Wachsen ein sauerstoffarmes Gewebe benötigt. Wenn man nun aber dem Gewebe verstärkt Sauerstoff zufügt, dann hat der Tumor es viel schwerer zu wachsen – und in vielen Fällen schrumpft er sogar. Durch Untersuchungen konnten die guten Erfahrungen mit der Sauerstofftherapie inzwischen auch wissenschaftlich bestätigt werden. Danach hängen das Tumorwachstum und die Behandlungserfolge eng mit der Sauerstoffversorgung des Organismus zusammen. Je mehr Sauerstoff in den Geweben ist, desto schlechter kann sich Krebs entwickeln und umso wirkungsvoller lässt er sich behandeln. Umgekehrt finden Krebszellen in sauerstoffarmen und schlecht durchbluteten Geweben besonders gute Wachstumsbedingungen vor. Sie können, im Gegensatz zu gesunden Zellen, zeitweise sogar ganz ohne Sauerstoff auskommen. Dadurch können sie besonders aggressiv werden, was die Bildung von Metastasen begünstigt. [1]

Ich fragte Ihn, ob ich dann nicht einfach jeden Tag sehr viel Spazieren gehen sollte – ich wollte ja mein Geld nicht unnötig ausgeben 😉 Er fand meinen Ansatz gar nicht so schlecht – sagte aber grinsend, um die Menge an Sauerstoff aufzunehmen, die er mit der Behandlung in meinen Blutkreislauf einspeist – müsste ich schon 30 Stunden am Tag spazieren gehen 😉 Dennoch empfiehlt er mir jeden Tag sehr lange spazieren zu gehen um die Therapien zu unterstützen. Zudem gab er zu bedenken, handelt es sich bei Ozon um eine besonders energiereiche Form von Sauerstoff, welche im Gegensatz zu normalem Sauerstoff nicht aus zwei, sondern aus drei Sauerstoffatomen besteht. Dafür wird der Sauerstoff meist ultraviolett bestrahlt. Man spricht daher sogar von „Aktivsauerstoff“. Als weiten Vorteil ist zu erwähnen, dass Ozon für Bakterien und Viren giftig ist und diese abtötet beziehungsweise inaktiviert. Das ist gut für mich 🙂 Gut zu wissen war außerdem, dass man mittlerweile ca. 80 Jahre Erfahrung mit Ozon in der Therapie hat.

Meine Behandlung in der Praxis

Ich habe mich dann also für diese Form der Therapie entschieden. Gut, dass ich gerade erst eine „frische“ MRT Untersuchung der Tumore hatte und somit die Ausgangssituation genau kannte. Ich fuhr also fortan zwei Mal die Woche in seine Praxis und habe es mir auf einem gemütlichen Sessel bequem gemacht. Dann bekam ich den Zugang über den die „Blutwäsche“ lief – und es konnte los gehen. Besonders spannend zu beobachten war, dass das Blut, dass mir entnommen wurde recht dunkel war – und als hellrotes Blut wieder in meinen Körper zurück lief. Ich konnte also geradezu sehen, dass mein Blut nun gefährlich für die Tumore sein wird 🙂 Während der Behandlung habe ich mich immer motivierende Podcasts angehört – um meinem Geist auch etwas Gutes zu tun. Nach etwa 30 Minuten war ich dann fertig und bin wieder nach Hause gefahren. Das habe ich insgesamt 6 Wochen gemacht. Ich habe diese Behandlung sehr gut vertragen und keine unerwünschten Nebenwirkungen gehabt – ich hatte lediglich etwas mehr Energie. Die habe ich dann mit Sport wieder abgebaut und noch mehr Sauerstoff getankt. Wunderbar!

Die große Überraschung

Nach diesen sechs Wochen Sauerstoff-Ozon-Therapie hatte ich einen Termin zu einem PET-MRT in Münster. Diese diente zur Vorbereitung der CyberKnife Behandlung. Wenn Dich das Thema CyberKnife interessiert, kannst Du meinen Erfahrungsbericht HIER nachlesen. Auf jeden Fall hat mir die Ärztin in Soest dann bei der Besprechung der Ergebnisse mitgeteilt, dass die Tumore unglaublich stark geschrumpft seien – in nur sechs Wochen. Der größte Knoten in der Leber war beim letzten MTR noch ganze 3cm groß – jetzt nur noch etwa 1cm. Ich dachte zuerst das muss ein Fehler sein, und habe gefragt, ob wir uns die Bilder bitte noch einmal zusammen angucken könnten. Sie lächelte und zeigte mir, was ich nicht glauben konnte. Die scheiß kleinen Drecksvieher sind echt deutlich kleiner geworden. Ein Wunder!

Mein Fazit: Die Sauerstoff-Ozon-Therapie ist eine Selbstzahler Leistung. Für mich ist sie jeden Cent wert gewesen. Ich habe bei der Wahl meines Arztes jedoch darauf geachtet, dass er zum einen Schulmediziner ist – und zum anderen ich nicht das Gefühl hatte, er wolle sich an mir bereichern. Ich würde immer wieder so entscheiden.

Alles Liebe

Tina

Erstmal Durchatmen

[1] https://www.biokrebs.de/therapien/immunsystem/sauerstof-ozon