Nahrung ist Medizin

Nahrung ist Medizin

Mai 14, 2020 2 Von Tina Achtermeier

Teil 1

„Nahrung wirkt – in der Regel drei Mal am Tag. Jeden Tag – 365 Tage im Jahr. Dabei sind bestimmte Lebensmittel eher Förderer von Krebs, andere wiederum wirken eher wie Kämpfer – sie verlangsamen das Wuchern der Zellen oder treiben die Krebszellen in den programmierten Selbstmord.“ Zitat aus: „Das Anti Krebs Buch“. Als ich diese Zeilen gelesen habe, veränderte sich mein Blick auf die Ernährung. Ich wollte auf keinen Fall mehr so weiter machen wie ich es getan habe. Ich wollte mehr Nahrung essen, die potentiell den Krebs töten kann. Das hat mich aus meiner Ohnmacht befreit, dann jetzt konnte ich jeden Tag dreimal aktiv und Selbstbestimmt etwas für meine Gesundung tun. Bei meiner Recherche habe ich eine wunderbare Regel gefunden, die sich als einfach und praktikabel herausgestellt hat:

„37 verschiedene Sekundäre Pflanzenstoffe die Woche!“

Bei den sekundären Pflanzenstoffen handelt es sich um Verbindungen, die nur in geringen Konzentrationen in ausschließlich pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen, beispielsweise als Aroma-, Duft- oder Farbstoffe. Das heißt, das typische Anti Krebs Essen besteht vor allem aus Gemüse, Hülsenfrüchten, Kräutern und Gewürzen. Dazu noch hochwertige Öle und Knoblauch. Ab und an ein GUTES Stück Fleisch oder Fisch – und das eher als Beilage. Das ist so ganz anders als ich das von meinen Eltern gelernt habe. Da gab es immer ein Stück Fleisch und das Gemüse als Beilage. Es stand also eine große Veränderung meiner Gewohnheiten an. Im folgenden werde ich Dir kraftvolle Nahrungsmittel aufzeigen, die in Verbindung stehen gegen Krebs zu wirken:

Kurkuma

Kurmuma ist das am stärksten enzündungshemmende Mittel, was man bis heute kennt. Der deutsche Krebsinformationsdienst schreibt über Kurkuma wörtlich: „Curcumin zeigt in der Grundlagenforschung ein sehr breites Wirkungsspektrum. In Zellkulturen wirkt es beispielsweise als schwaches Phytoöstrogen und Antiandrogen. Zudem zeigt die Substanz neuroprotektive, choleretische, entzündungshemmende und immunmodulierende Effekte auf Gewebe in Tierversuchen. Speziell in Versuchen in der Petrischale mit Krebszellen wirkt Kurkuma wachstumshemmend und löst den frühzeitigen Zelltod aus. Darüber hinaus kann die Substanz Krebszellen empfänglicher für die Wirkung von Chemotherapie und Bestrahlung machen.“ [1]

ACHTUNG: Damit Kurkuma überhaupt vom Körper aufgenommen werden kann, muss schwarzer Pfeffer hinzugefügt werden. Noch besser ist die Bioverfügbarkeit für den Körper, wenn Du das Gemisch in Olivenöl oder Leinöl auflöst. Ich persönlich mache ich mir noch einfacher, da ich Kurkumakapseln auf Ölbasis als Nahrungsergänzung ganz hochdosiert zu mir nehme. Das ist ein NEM, welches ich immer noch täglich konsumiere.

Ingwer

Ingwer wirkt ebenfalls stark entzündungshemmend und antioxidativ. Seid einigen Jahren wird auch hierzu kräftig geforscht um die Wirkung bei Brustkrebs zu belegen. Ein paar Links zu den Studien findest Du weiter unten [2-5]. Ingwer wird nachgesagt, dass er die Bildung neuer Blutgefäße bei Krebszellen hemmt. Ich benutze geriebenen Ingwer viel beim Kochen und trinke regelmäßig Tee mit frischem Ingwer und frischer Minze. In meiner Akutphase habe ich zudem hochdosierten Ingwer als NEM supplimentiert.

Kreuzblütlergemüse

Kreuz – was? das war meine erste Reaktion, als ich das Wort zum ersten Mal gehört habe. Zur Familie der Kreuzblütler gehören Brokkoli, Blumenkohl, Mangold und Rosenkohl. Diese enthalten Sulforaphan, Glucosinulate und Indol-3-Carbinole (I3C). Das sind allesamt hochwirksame Anti-Krebs Molekühle. Chinesische Forscher haben dies in einer Studie bestätigt. [6]

ACHTUNG: Kohl und Brokkoli bitte nicht im Wasser kochen, weil sonst diese wichtigen Molekühle zerstört werden können. Besser das Gemüse kurz Dampfgaren oder im Wok in Olivenöl schwenken.

Tomaten – Lycopin

Tomaten – pur, als Soße, Salat, Suppe oder Saft – sind beliebt und gesund. Der in den Tomaten enthaltene rote Farbstoff Lycopin genießt den Ruf ein wahrer Krebskiller zu sein. Er kommt unter anderem auch in der roten Grapefruit, Guave, Papaya und in Wassermelonen vor. Verschiedene epidemiologische Studien weisen darauf hin, dass es der Entstehung von Krebs entgegenwirken kann [7] Das gute ist, Lycopin findest Du auch in Chili con carne, Pizza in allen Variationen oder Spaghetti mit Tomatensoße. Dass heißt ab und an mal sündigen kann sogar gesund sein 😉

ACHTUNG: Ambesten kochst Du Tomaten, damit das Lycopin freigesetzt wird. Wenn Du dazu noch Olivenöl untermischt, dass steigert du die Bioverfügbarkeit.

So, das war es für heute. Bei Teil 2 werde ich noch viele andere Lebensmittel und die Anti Krebs Wirkung beschreiben. Ich freue mich, wenn ich Dir heute etwas Gutes tun konnte und freue mich auf Deine Erfahrungen in den Kommentaren.

Alles Liebe

Tina

Quellen:

[1] http://www.krebsinformationsdienst.de/fachkreise/nachrichten/2019/fk14-curcumin-kurkuma-krebs.php

[2] Elkady u.a. (2012)
Studientyp: Studie mit Zellen
Fragestellung: Welche Wirkung hat Ingwerextrakt auf das Verhalten von Brustkrebszellen?
Elkady AI, Abuzinadah OA, Baeshen NA, Rahmy TR. Differential control of growth, apoptotic activity, and gene expression in human breast cancer cells by extracts derived from medicinal herbs Zingiber officinale. J Biomed Biotechnol. 2012; 2012:614356
(Zusammenfassung)

[3] Krell & Stebbing (2012)
Studientyp: Kommentar
Fragestellung: Welches Potenzial hat Ingwer in der Krebstherapie?
Krell J, Stebbing J. Ginger: the root of cancer therapy? Lancet Oncol. 2012 Mar; 13(3): 235–6
(Zusammenfassung)

[4] Ling u.a. (2010)
Studientyp: Studie mit Zellen
Fragestellung: Welche Wirkung hat die Ingwer-Substanz Shogaol auf das Verhalten von Brustkrebszellen?
Ling H, Yang H, Tan SH, Chui WK, Chew EH. 6-Shogaol, an active constituent of ginger, inhibits breast cancer cell invasion by reducing matrix metalloproteinase-9 expression via blockade of nuclear factor-κB activation. Br J Pharmacol. 2010 Dec; 161(8): 1763–77
(Zusammenfassung)

[5] Nagasawa u.a. (2002)
Studientyp: Studie mit Mäusen
Fragestellung: Welche Wirkung hat Ingwer auf die Brustkrebsausbildung bei Mäusen?
Nagasawa H, Watanabe K, Inatomi H. Effects of bitter melon (Momordica charantia l.) or ginger rhizome (Zingiber offifinale rosc) on spontaneous mammary tumorigenesis in SHN mice. Am J Chin Med. 2002; 30(2-3): 195–205
(Zusammenfassung)

[6] https://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Ernaehrungsstudie__Mehr_Kohlgemuese__ndash__weniger_Brustkrebs1771015588704.html

[7] https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Lycopin