Warum Vitamin D3 bei Brustkrebs so wichtig ist.

Warum Vitamin D3 bei Brustkrebs so wichtig ist.

Mai 20, 2020 7 Von Tina Achtermeier

Als ich an Brustkrebs erkrankte, was einer der ersten Fragen die mir meine Heilpraktikerin stellte: Wie hoch ist Dein Vitamin D3 Spiegel? Ich ließ diesen bei meiner Hausärtzin testen und erwartungsgemäß war er total im Keller. Ich hatte keine Ahnung, dass das vielleicht zusammenhängen kann. Heute weiß ich, dass mich ein hoher Vitamin D3 Spiegel vor Brustkrebs schützt, denn viele wissenschaftliche Studien weltweit bestätigen, dass ein höherer Vitamin-D-Spiegel im Blut das Brustkrebsrisiko senkt. Doch vor allem bei uns in den nördlichen Breitengraden leiden viele Menschen an Vitamin-D-Mangel – mit gravierende Folgen…

Ein paar überzeugende Studien

Liegt bei Frauen mit Brustkrebs zum Zeitpunkt der Diagnose ein hoher Vitamin-D-Spiegel vor, ist ihre Überlebens-Chance, fast doppelt so hoch wie diejenige der Erkrankten mit einem niedrigen Vitamin D3-Wert. Dies belegt die „Meta-analysis of Vitamin D Sufficiency for Improving Survival of Patients with Breast Cancer, welche die wissenschaftliche Fachzeitschrift Anticancer Research in der März-Ausgabe von 2014 veröffentlichte. [1]

Noch interessanter finde ich eine Forschung aus Deutschland, denn Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungsinstitutes forschten in Kooperation mit der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf zum Thema Vitamin D3 und Brustkrebs. Die Studie bestätigte, dass Frauen mit einer niedrigen Vitamin-D-Konzentration im Blut ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs aufweisen. Das Resultat der Forschung veröffentlichte die medizinische Fachzeitschrift Carcinogenesis.

Völlig überzeugt hat mich dann : Vitamin D hemmt Krebszellenwachstum in verschiedenen Studien Grundsätzlich wirkt Vitamin D auf verschiedene Arten vermutlich auch gegen Krebs. Es hemmt die Zellteilung von Krebszellen und damit ihre Vermehrung, Schwächt die Robustheit von Krebszellen, verringert die Gefahr von Metastasen und behindert ihre Versorgung mit Nahrung.Das Wachstum der Krebszellen wird durch Vitamin D also nachhaltig eingeschränkt und ihre Widerstandfähigkeit (z.B. gegen Antikörper oder Medikamente) herabgesetzt. [2]

Ich musste also sofort handeln

Für mich war sofort klar, ich müsse meinen Vitamin D Spiegel schnell erhöhen. Erstmal an die frische Luft gehen ist auf jeden Fall immer eine gute Idee, reichte aber bei meinem Mangel bei weitem nicht aus. Ich wollte und musste auf jeden Fall nachhelfen. Ich habe recherchiert und entschied mich dazu jeden Tag 10.000 i.E. in Form von Tabletten einzunehmen. Mein Umfeld reagierte prompt mit Aussagen wie: Ist das nicht gefährlich? Drehst Du jetzt durch? Das ist doch viel zu viel! Das ist für 10 Tage gedacht und nicht für einen! Das wollte ich so nicht stehen lassen und fand folgendes: „Selbst bei der täglichen Einnahme von 10.000 I.E. Vitamin D3 zeigten sich keine toxischen Reaktionen der Probanden.“ [3]

Ich habe mir zum Ziel gesetzt meinen Vitamin D3 Spiegel deutlich nach oben zu kriegen. Aber wie hoch wäre es für mich denn richtig? Hier habe ich mich nicht nur in deutschen Studien schlau gemacht. Ich habe auch einmal über den Tellerrand hinausgeschaut und vor allem nach Studien und Einschätzungen aus den Teilen der Erde gesucht, in denen Brustkrebs nicht so eine große Rolle spielt, wie in Deutschland und anderen Industriestaaten. Und siehe da: während hierzulande Blutwerte im Bereich von 20-30 ng/ml in der Regel als ausreichend angesehen werden, gilt in anderen Ländern die sichere Obergrenze bei etwa 60 ng/ml. Ich habe sogar gewünschte Spiegel von etwa 100 ng/ml gefunden.

Wie aber immer im Leben macht die Dosis das Gift: Menschen mit Symptomen der Toxizität haben in der Regel Werte über 150 ng/ml.

Für mich war klar. Ich zielte die 100 an – und habe das dann auch mit meiner Hausärztin abgesprochen. Das habe ich erreicht und halte den Spiegel mittlerweile schon über Jahre – mit einer gewünschten Nebenwirkung: ich werde gar nicht mehr krank 🙂

Alles Liebe

Tina

[1] https://www.vitamindmangel.net/vitamin-d-gegen-brustkrebs.html

[2] https://vitalinstitut.net/vitamin-d-mangel/

[3] Hathcock JN, Shao A, Vieth R, Heaney R. Risk assessment for vitamin D. The American journal of clinical nutrition. 2007 Jan;85(1):6-18. PubMed PMID: 17209171